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„Wie wollen wir in Zukunft wohnen?“

„Wie wollen wir in Zukunft wohnen?“

Neue Veranstaltungsreihe in Köln

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist eines der vordringlichsten Probleme vieler Städte in Deutschland, dies gilt insbesondere auch für Köln. Gerade in Ballungsräumen müssen dringend neue Wohnungen gebaut werden. Bei genaueren Analysen fällt auf, dass der Wohnraum immer ineffizienter genutzt wird. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv erhöht. 

 

Das Projekt OptiWohn reflektiert, wie Flächen optimaler genutzt werden können und dadurch der Neubaudruck reduziert werden kann. Darüber hinaus werden Maßnahmen aufgezeigt, wie durch einen verantwortungsvollen und nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann.

 

Die Koordinationsstelle Klimaschutz der Stadt Köln organisiert eine Reihe von acht Online-Workshops, die sich mit den Themen Wohnformen heute und in Zukunft sowie nachhaltige Stadtentwicklung auseinandersetzen.

Bildnachweis: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Kölner Statistische Nachrichten 11/2020
Bildnachweis: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Kölner Statistische Nachrichten 11/2020

Der erste Online-Workshop führt in das Thema ein: Flächensparendes Wohnen als Strategie nachhaltiger Stadtentwicklung und fand am Donnerstag, 27. Mai 2021 von 18.00 – 19.00 Uhr statt.

 

In Deutschland ist die Wohnfläche pro Kopf von 35 m² auf 47 m² gestiegen. Wie wirkt sich dies auf die Stadtentwicklung und auf das Klima aus? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Wohnfläche und Wohnqualität?

 

Anja Bierwirth, Leiterin Forschungsbereich Stadtwandel am Wuppertal Institut legte besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des flächensparenden Wohnens und koordiniert das Projekt OptiWohn, an dem drei Pilotkommunen beteiligt sind. Julia Egenolf, Architektin und Planerin, leitet das Projekt OptiWohn als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Koordinationsstelle Klimaschutz der Stadt Köln. Zuvor steuerte sie die Projektleitung des SmartCity Projekts „GrowSmarter“ für Deutschlands erste Leuchtturmstadt Köln. 

 

Der ersten Veranstaltung wohnten ein Drittel Privatpersonen bei, 24% aus Wirtschaft, Planung, Architektur und 18% aus der Verwaltung. Insgesamt kamen zwei Drittel der Personen aus Köln und ein Drittel aus NRW. Knapp die Hälfte waren Personen, die in einer Familie wohnen, ca. ein Drittel in Partnerschaft und 18% allein Wohnende. Ca. zwei Drittel (68%) der Beteiligten wohnen in Mehrfamilienhäusern, 21% in Einfamilienhäusern, nur wenige in Zweifamilien- oder Reihenhäusern. Drei Prozent der Beteiligten kamen aus gemeinschaftlichen Wohnprojekten. Über den Chat wurde zur Diskussion angeregt, sodass ein interessanter Austausch zustande kam. Die Veranstaltung war thematisch gut gelungen und professionell durchgeführt.

 

Die nächste Veranstaltung findet am 17. Juni von 18.00 bis 19.00 Uhr online statt und widmet sich dem Thema "Wohnbestände kreativ nutzen". 


Die Teilnahme an der Veranstaltungsreihe ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist über optiwohn@stadt-koeln.de möglich. Der Link wird am Veranstaltungstag per Mail zugeschickt.

Download
OptiWohn Köln - Gesamtprogramm der Veranstaltungsreihe
Dieser Flyer gibt eine Gesamtübersicht des Kölner Veranstaltungsprogramms "Wie wollen wir in Zukunft wohnen?"
Optiwohn Köln - Veranstaltungsreihe.pdf
Adobe Acrobat Dokument 614.9 KB

Autorin:

Julia Egenolf

Julia Egenolf ist Architektin und Planerin mit ca. 20 Jahren Erfahrung in Deutschland und den USA und leitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Koordinationsstelle Klimaschutz Köln das Projekt OptiWohn für die Stadt Köln. In den Jahren 2015-2019 steuerte sie das EU Horizon-2020 Projekt GrowSmarter für Deutschlands erste "Lighthouse City" Köln.


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